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Die erfolgreiche Ego-Shooter-Reihe "Call of Duty" geht in eine neue Runde. Wir sagen euch, ob auch die 4. Auflage überzeugen kann.
Endlich kehrt die Weltkriegs-Shooter-Serie im Zukunftsgewandt wieder zurück auf ihre Ursprungsplattform - den PC. Doch Moment mal... "Call of Duty" ohne Thompson und Luger? Das ist ja wie ein unrealistischer werdendes Pro Evolution Soccer. Oder Spiele, die nur unter Vista laufen und grafisch auf dem Niveau der Xbox-Vorlage von vor mehreren Jahren liegen. Ups, das gibts ja auch schon alles. Von daher begrüßen wir zu Beginn des Spiels einen sichtlich gealterten Captain Price. Im Gegensatz zu seiner Lebenszeit sieht er jedoch noch sehr jung aus, da er bereits in den ersten beiden "Call of Duty"-Teilen vorkommt, die noch knapp 60 Jahre vor Modern Warfare, dem vierten Teil, spielen.
Doch zurück in die Zukunft: Euch erwartet nicht etwa Captain Future, der Shooter orientiert sich eher an den Vorgängern, was zum einen dem Realismus, aber auch zum anderen dem Schießbudenfeeling zu "Gute" kommt. Doch dazu später mehr. Die Story ist das Highlight von CoD 4. Ein russischer Ultranationalist namens Imran Zhakaev hilft dem Terroristen Khaled
Al-Asad, die Kontrolle über einen fiktiven arabischen Staat zu
übernehmen. Derweil herrscht in Russland ein Bürgerkrieg zwischen den
genannten Ultranationalisten (Rebellen) und den Loyalisten. Letztere helfen euch bei eurer Mission Al-Assad und Zhakaev zu stoppen. Die Handlung des Spiels ist in drei Akte unterteilt. Zu Beginn schlüpft ihr in die SAS-Uniform des britischen Soldaten Sgt. "Soap" McTavish und versucht die hoch brenzlige Fracht eines Schiffes zu bergen. Dabei handelt es sich um ein Manifest, das die atomaren Angriffspläne von Al-Assad verrät. Der zweite spielbare Charakter ist Sgt. Paul Jackson, zugehörig dem U.S. Marine Corps. Dieser ist irgendwo auf der arabischen Halbinsel im Einsatz, um Al-Assad zu schnappen.
Die Story ist im Gegensatz zu den Vorgängern durchgängig und sehr gut erzählt. Stets fiebert man in den Ingame-Zwischensequenzen mit und will wissen, wie der Kampf gegen den Terroristen Al-Assad ausgeht. Das Tempo, das das Spiel vorlegt, ist unvergleichlich. Es startet schon mit einem Hindernisparcours als Tutorial. Anders als in den WW2-Vorgängern wird hier dem Spieler gleich zu Beginn ein Zeitlimit vorgesetzt. Nach dem Tutorial wird sogar aufgrund der Zeitergebnisse ein empfohlener Schwierigkeitsgrad vorgeschlagen. Man kann getrost aber auch selbst einen gewünschten Schwierigkeitsgrad auswählen. Ladezeiten gibt es in dem Sinn gar keine, da jeder Ladebildschirm durch eine der schicken Zwischensequenzen überbrückt wird. Danach schwenkt das Spiel sofort in die 3D-Ansicht in die Sicht des Spielers - genial. Das Tempo des Spiels verändert sich auch nicht, weswegen sich das ganze Spiel sehr rund anfühlt und äußerst abwechslungsreich ist.
So muss man zu Beginn noch Panzer als Sgt. Jackson eskortieren und darf später dann auch mal den Granatwerfer eines Helikopters bedienen sowie auch noch die Geschütze eines mächtigen Gunships. Die Ansicht des Schützen ist hierbei schwarz/weiß und sieht äußerst abstrus aus (siehe Screenshot). Dem Spieler stehen alle drei Bordgeschütze zur Verfügung und so ist es das Ziel die eigenen Jungs zur Evakuierungszone zu bringen - heil versteht sich. Daher sollte man auf die blinkenden Männchen achten, da dies die eigenen Leute sind. Schlägt mal ein Geschoss zu nah bei den eigenen Truppen ein, so startet das Level von vorne. Die Speicherpunkte sind meistens sehr fair gesetzt, weswegen nur stellenweise Frust aufkommt. Die Schwierigkeitsgrade sind gut ausbalanciert, die KI auch durchaus auf hohem Niveau. Feindliche Soldaten gehen selbstständig in Deckung, kreisen den Spieler ein und drängen ihn auch gern mit Hunderten von Granaten in eine Ecke. Letztere sorgen für das Bremsen des Spielflusses, da sie meist so geworfen werden, dass es sehr schwierig ist ihnen auszuweichen. Dies kann man jedoch auch zum eigenen Vorteil nutzen und mit der "G"-Taste Handgranaten zurück zum Besitzer werfen - sehr effektiv.
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